2017 - Die kleine Bonsaiwerkstatt

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2017

Archiv
 

Januar 2017



Die Gemeine Esche    Fraxinusexcelsior

Die Gemeine Esche ist eine in Europa heimische Baumart, die mit einer Wuchshöhe von bis zu etwa 40 m zu den höchsten Laubbäumen Europas zählt. Das Höchstalter beträgt etwa 250 – 300 Jahre. Sie ist eine in ganz Mitteleuropa und darüber hinaus vorkommende Baumart. Die mächtigste Esche steht in einem Nationalpark in Polen. Im Jahr 2010 hatte sie eine Höhe von 40,50 m einen Umfang von 5,25 m erreicht.
Die Esche ist eine der wenigen heimischen Laubbäume, der seine Blätter ohne Herbstfärbung im grünen Zustand abwirft und seine geflügelten Früchte bis in den Winter hinein behält.
Als Bonsai wird die Gemeine Esche wegen ihrer großen Blätter selten gehalten.       
Sie liebt einen sonnigen und windigen Standort.
An das Substrat werden keine hohen Ansprüche gestellt. Eine Mischung aus Akadama, Lava-Bimsgranulat und Torf-Kultursubstrat (TKS 1) ist die geeignete Erde.
Um schnell eine gewisse Verzweigung zu erreichen, ist eine kräftige organische oder mineralische Düngung notwendig, mit der man im April beginnt. Den letzten Dünger gibt man im August.
Besenform, Aufrechte Form und Mehrfachstämme sind die geeigneten Stilformen.
Regelmäßiges entfernen größerer Blätter erzeugt zusätzliche Verzweigungen.
Die Esche ist auch als Bonsai frostfest. Allerdings ist sie Spätfrost gefährdet.



Eigentum     Sammlung Bonsai Museum Düsseldorf
Höhe            70 cm
Schale          Korea
Herkunft       Yamadori
Gestaltet seit 1998
Foto              Volker Einbock


Februar


Die Gemeine Esche    Fraxinusexcelsior

Die Gemeine Esche ist eine in Europa heimische Baumart, die mit einer Wuchshöhe von bis zu etwa 40 m zu den höchsten Laubbäumen Europas zählt. Das Höchstalter beträgt etwa 250 – 300 Jahre. Sie ist eine in ganz Mitteleuropa und darüber hinaus vorkommende Baumart. Die mächtigste Esche steht in einem Nationalpark in Polen. Im Jahr 2010 hatte sie eine Höhe von 40,50 m einen Umfang von 5,25 m erreicht.
Die Esche ist eine der wenigen heimischen Laubbäume, der seine Blätter ohne Herbstfärbung im grünen Zustand abwirft und seine geflügelten Früchte bis in den Winter hinein behält.
Als Bonsai wird die Gemeine Esche wegen ihrer großen Blätter selten gehalten.       
Sie liebt einen sonnigen und windigen Standort.
An das Substrat werden keine hohen Ansprüche gestellt. Eine Mischung aus Akadama, Lava-Bimsgranulat und Torf-Kultursubstrat (TKS 1) ist die geeignete Erde.
Um schnell eine gewisse Verzweigung zu erreichen, ist eine kräftige organische oder mineralische Düngung notwendig, mit der man im April beginnt. Den letzten Dünger gibt man im August.
Besenform, Aufrechte Form und Mehrfachstämme sind die geeigneten Stilformen.
Regelmäßiges entfernen größerer Blätter erzeugt zusätzliche Verzweigungen.
Die Esche ist auch als Bonsai frostfest. Allerdings ist sie Spätfrost gefährdet.




Eigentum     Sammlung Bonsai Museum Düsseldorf
Höhe            70 cm
Schale          Korea
Herkunft       Yamadori
Gestaltet seit 1998
Foto              Volker Einbock

Maerz


SIBIRISCHE ULME         Ulmuspumila

Die Sibirische Ulme ist ein Baum, der in Zentralasien, sowie im Fernen Osten beheimatet ist. Sie ist gewöhnlich ein kleiner bis mittelgroßer Baum, der bis zu 10-20m hoch wird.
Als Bonsai liebt die Ulme einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Auch verträgt sie große Hitze und starken Wind. Beides sorgt hier allerdings dafür, dass die Bäume schnell austrocknen, deshalb muss entsprechend oft gegossen werden.

Das Pflanzsubstrat sollte ein gutes Wasserspeichervermögen besitzen. Eine Mischung aus Akadama, Lava-Bimsgranulat und Torf-Kokossubstrat im Verhältnis 1:1:1 hat sich gut bewährt.
Gedüngt wird kräftig mit organischen Dünger.

Die Ulmen sind zu Beginn des Winters sehr frostfest. Die Frostresidenz endet jedoch, wenn es im Laufe des Winters wärmer wird. Mit einem Überwinterungsquartier bis -5° C ist die Ulme auf der sicheren Seite.

Die Ulmen lassen sich über Stecklinge leicht vermehren.
Spinnmilben werden vorbeugend mit einem Winteröl behandelt.




Eigentum  Sammlung  Thomas Völpel
Höhe                            63 cm
Schale                         Sperling Keramik
Foto                             Volker Einbock






April

Die Zwergmispel   Coteneasterspec.

Die heimische Coteneaster entwickelt bis zu 2 m hohe, locker aufgebaute, ausladende Sträucher. Sie unterscheiden sich in bis zu 250 Arten in der Gattung der Zwergmispeln. Da die Gattung keine besonderen Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit stellt, werden sie oft als Ziergehölze angepflanzt.
Wegen der kleinen Blätter, den zahlreichen Blüten und der attraktiven Früchte eignet sich die Zwergmispel sehr gut für die Bonsaigestaltung.
Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein.
An das Gießwasser werden keine besonderen Ansprüche gestellt.
Das Substrat sollte gute Drainageeigenschaften haben.
Gehen die Temperaturen unter -5° C, sollte die Zwergmispel geschützt aufgestellt werden.
Bei der Gestaltung kommen alle Baumformen infrage.
Bild



Sammlung                    Wolfgang Kretzer
Höhe                            30 cm
Schale                          Peter Krebs
Herkunft                       Baumschule
Gestaltet seit               2004
Foto                             Volker Einbock


Mai

Rot – Buche   Fagussylvatica


Der bis zu 40 m hohe Baum entwickelt im Freistand auf einem kurzen Stamm eine breit ausladende runde bis ovale Krone, deren Äste fast bis zum Boden reichen können.
In den Laubmischwäldern Europas ist sie oft das dominierende Gehölz. In Südeuropa ist sie nur in Gebirgen anzutreffen.
Als Bonsai zählt die Rotbuche zu den beliebtesten heimischen Laubbaumarten. Sie lässt sich leicht halten und ohne große Probleme gestalten, auch wenn die verhältnismäßig großen Blätter erst mit zunehmender Reife zu ansprechenden Proportionen kommen.
Die Rot-Buche kann als Bonsai viel Sonne vertragen, ist aber an einem haltschattigen Platz besser aufgehoben, weil sie auf Hitze empfindlich reagiert.
Zur Bewässerung eignet sich am besten Regenwasser, weil sie sehr salzempfindlich ist. Die Rotbuche verträgt keine Trockenheit, also immer gleichmäßig feucht halten.
Das Pflanzsubstrat sollte ein hohes Wasser- und Nährstoffhaltevermögen aufweisen.
Bei dem hohen Nährstoffbedarf, sollte kräftig mit organischen Dünger gedüngt werden.
Rot-Buchen-Bonsai sollten keinen Temperaturen unter -10° C ausgesetzt werden, ohne dass die Wurzel geschützt ist.




Eigentum    Sammlung Bonsai Museum Düsseldorf
Höhe           80 cm
Schale        China
Herkunft     Yamadori
Gestaltet     seit 2006
Foto            Volker Einbock




Juni 2017

Eichenblättriger Giftsumach     Rhus taxicodendron

Der eichblättrige Giftsumach wächst als sommergrüner Halbstrauch. Die Äste sind dünn
und biegsam und führen einen gelblich weißen Milchsaft. Die variable Art wächst meist
als Strauch bis zu einer Wuchshöhe von etwa 1 m.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert.
Die Laubblätter können im Frühjahr purpurfarben sein, im Sommer grün und im Herbst
leuchtendrot.

Als Bonsai ist er recht selten anzutreffen.
Keine Anfängerpflanze.




Eigentum   Sammlung Hermann Wollenhaupt
                                   AK Weserbergland
Höhe                            ca. 15 cm
Schale                         Wallsall-Studios
Herkunft                      Sämlinge
Gestaltet seit               2013
Foto                            Volker Einbock

Juli 2017


Die Schwarz – ErleAlnusglutinosa

Der sommergrüne Baum kann eine Höhe von bis zu 20 m erreichen. Keine heimische Baumart kommt auf nassen Standorten besser zurecht als die Schwarzerle. Oft kommt sie als Strauch oder auch mehrstämmig vor.
Als Bonsai isst die Schwarzerle sehr schnellwüchsig. Deshalb kann sie in kurzer Zeit einen kleinen Baum darstellen.
Die Schwarz-Erle sollte möglichst einen sonnigen Standort haben.
Sie hat großen Wasserbedarf. Bei Trockenheit, auch wenn sie nur kurzzeitig vorkommt, sterben Äste ab, die allerdings schnell wieder neu gebildet werden.
Das Pflanzsubstrat sollte viel Wasser speichern können. Eine mögliche Mischung besteht aus Akadama, Lava-Bimsgranulat und TKS 2 von 1:1:4.
Gedüngt wird reichlich mit organischen Nährstoffen.
Der Baum ist relativ frostfest.
Nach jeden Rückschnitt treiben Erlen innerhalb von zwei Wochen wieder neu aus. Den ersten Austrieb des Jahres schneidet man nach dem Erscheinen des 5. Blattes bis auf zwei bis drei Blätter zurück. Spätere Austriebe werden pinziert, sobald zwei Blätter entwickelt sind.
Die Erlengallmilbe verursacht auf der Blattunterseite eine weißliche, später auch rötliche krümelige Struktur. Die Blattoberseite wölbt sich an den betroffenen Stellen auf. Das Entfernen der betroffenen Blätter, evtl. auch ein kompletter Blattschnitt ist erforderlich.                                       
Mehltaubefall, ein weißer bis hellgrauer Belag, ist eine Pilzerkrankung, sie ist meist auf der Blattoberseite und an jungen Trieben zu erkennen. Eine vorsorgliche Spritzung vor dem Austreiben der ersten Blätter mit einem Mittel gegen Echten Mehltau ist sinnvoll.





Eigentum           Wilma Lücke  AK Leer
Höhe                  15 cm
Schale                China
Herkunft             Yamadori
Gestaltet seit      2012
Stilart                 Flossform




September

Waldkiefer  Pinussylvestris


Die Waldkiefer hat ein großes Verbreitungsgebiet in fast ganz Europa vom Tiefland bis zu den Alpen, hier ist sie bis ca. 1.600 m Höhe anzutreffen. Man findet sie in Laub- und Nadelmischwäldern genauso wie auf Dünen, in Mooren, auf Heideflächen und auf San- und Schotterflächen.
Als Bonsai ist die Waldkiefer wegen ihrer Anspruchslosigkeit und großen Standorttoleranz von allen Kieferarten wohl am besten für die Bonsai-Gestaltung geeignet.
Als Standort für die Waldkiefer sollte ein vollsonniger Platz gewählt werden. Äste, die zu wenig Licht bekommen wachsen langsamer, verkümmern oder sterben sogar ab.
Nur wenn die Waldkiefer regelmäßig und kräftig gewässert wird, erreicht man eine gute Entwicklung. An das Wasser werden keine besonderen Ansprüche gestellt.
Waldkiefern können mit einem Gemisch aus Lehmgranulat, Lava und Bims gepflanzt werden. Viele andere Mischungen werden auch erfolgreich verwendet.
Waldkiefern werden hauptsächlich im Herbst gedüngt, um die  Entwicklung von dicken kräftigen Kerzen zu verhindern. Der Herbstdünger wird dann von der Pflanze eingelagert und für die Entwicklung der Kerzen im Frühjahr wieder aktiviert. Mineralische Dünger führen ebenso zum Erfolg wie organische.
Die Waldkiefer verträgt ohne besonderen Schutz Temperaturen bis -20°C.
Schnittarbeiten können während des ganzen Jahres durchgeführt werden. Je nach Entwicklungsstand der Pflanze können die notwendigen Arbeiten sehr unterschiedlich sein.
Bei gut eingewurzelten Pflanzen wird am besten im Winter bis in die Spitzen gedrahtet und jeder Seitenast und jeder Zweig so gestellt, dass keiner den anderen verdeckt. Rechtzeitig, bevor er einwächst wird der Draht im Laufe des Jahres wieder entfernt.



Eigentum          Thomas Spiecker  AK Oldenburg
Schale               Jürgen Hilken
Höhe                 ca. 80 cm
Alter                   ca. 45 Jahre
Foto                   Volker Einbock

Oktober

LÖWENKOPFAHORN   Shishigashira

Eine wunderbare Bonsai-Sammlung könnte allein aus den verschiedenen Zuchtformen der Ahorne aufgebaut werden. Ihr Frühjahrslaub kann mit der Leuchtkraft der meisten Blüten konkurrieren. Die Variationsbreite an Herbstlaubfärbungen geht von hellsten Gelb über leuchtendes Gelb und Orange bis hin zu Rot und Purpurrot.
Standort:   Volles Licht bringt die Herbstfärbung des Laubes besonders                 eindrucksvoll hervor. Schattieren an heißen Sommertagen, weil sonst die Blätter verbrennen. Im Winter Frostschutz gegen Fröste ab -5 ° C und darunter.
Wässern:    Täglich während der Wachstumszeit.
Umtopfen:   Bei älteren Pflanzen aller 2-3- Jahre vor dem Austrieb im Frühjahr. Viele Mischungen sind im Gebrauch, auch pures Akadama, wenn während der Wachstumszeit kräftig gedüngt wird.
Rückschnitt: Neue Triebe werden im Frühling auf zwei bis drei Blattpaare zurück geschnitten, die darauf  folgenden Austriebe werden ganzjährig pinziert.




Eigentum    Sammlung Die kleine Bonsaiwerkstatt
Höhe           30 cm
Schale         Jürgen Hilken
Herkunft       Japan
Gestaltung   Volker Einbock
Foto             Bastian Busch





 
 
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