2018 - Die kleine Bonsaiwerkstatt

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2018

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Januar 2018


Sabinawacholder  /  Sadebaum
Juniperus sabina


Obwohl er Sadebaum genannt wird, ist er gar kein Baum, sondern ein Strauch mit immergrünes Gehölz mit einer ausladenden Krone, die dicht auf dem Boden aufliegt, die Zweigenden streben meist nach oben.
Als Bonsai sollte der Sadebaum in voller Sonne gehalten werden.
Ein Substrat mit guten Drainageeigenschaften ,z.B. ein Gemisch aus Akadama und Gesteinsgranulat wird gut angenommen.
Zum Düngen kann organischer oder mineralischer Dünger verwendet werden. Mit guten Düngerzugaben entwickelt sich der Sabinawacholder erstaunlich schnell.
Frostschutz ist nicht erforderlich. Nur frisch gestaltete oder bearbeitete Pflanzen sollte vor starken Frost geschützt werden.
Beim Gestalten sind alle Stilarten möglich. Totholzbereiche an Ästen und Stamm unterstreichen glaubwürdig das Bild eines alten Baumveteranen.




Eigentum          Sammlung Alfred Kostka
Höhe                 ca. 45 cm
Alter                  ca. 45 Jahre
Stilart                Moyogi
Gestaltet seit    2013
Foto                  Volker Einbock


Februar

Stiel – Eiche      Quercus rubor

Die wichtigste heimische Art ist Quercus rubor, die Stiel- oder Sommereiche.   
Die Eiche gehört zur Familie der Buchengewächse.           
Die sehr alt werden und sich zu mächtigen Exemplaren auswachsen können. Alle Eichen lieben tiefgründige, nährstoffreiche und durchlässige Böden. Sie wird bis zu 40 m hoch und hat eine unregelmäßige Krone. Die Rinde ist stark rissig und oft von Algen grau gefärbt.Die Stieleiche hat kurze Blattstiele aber langgestielte Frucht-stände. Bei der Traubeneiche ist es umgekehrt.
Als Bonsai stellen Eichen keine besonderen Ansprüche.
Standort  > keine besonderen Ansprüche, doch niemals schattig. Sonne fördert das              Wohlbefinden. Volle Sonne wird ebenso wie ein windiger Standort vertragen.
Gießen  >wegen relativ hoher Salzverträglichkeit kann mit Leitungswasser gegossen werden.
Düngen   >reichlich von April bis August mit festen organischen Dünger.
Umtopfen >junge Pflanzen alle zwei Jahre, im Frühjahr zwischen Februar und April, niemals im Herbst.
Pflanzsubstrat >alle Substrate mit guten Drainageeigenschaften sind möglich
Blattschnitt      >wird in der Regel gut vertragen.
Frosthärte       >nur bedingt winterhart, Wurzelballen gut schützen
Schädlinge     >Eichenwickler, Frassschäden an Blättern, Mehltau.



Eigentum           Sammlung Bonsai Museum Düsseldorf
Höhe                  95 cm
Schale                Japan
Gestaltet seit      1998
Foto                    Volker Einbock


März

Chinesische Ulme    Ulmusparvifolia

Diese in China, Korea, Taiwan und Japan heimische Ulme ist die geeigneteste und beliebteste Ulmenart für Bonsai.
Sie ist ein kleiner Baum mit rundlicherer Form und beständigen Blättern, die im Winter nicht immer abfallen. Die langen, dicken, biegsamen Wurzeln machen den Baum besonders für die Wurzeln-über-dem-Felsen-Stilart geeignet.

Ein idealer Bonsai für „Einsteiger“.

Standort  Vollsonnig. Da die Wurzeln sehr empfindlich gegen Frost sind, ist Winterschutz erforderlich.
WässernTäglich während der Wachstumszeit. Im Winter sparsamer, aber die Erde niemals austrocknen lassen. DüngenIm ersten Monat nach dem Öffnen der Knospen einmal pro Woche. Danach alle zwei Wochen bis zum Spätsommer.
UmtopfenBis zum Alter von zehn Jahren jährlich im zeitigen Frühjahr. Danach je Wurzelentwicklung. Jährliche Überprüfung der Wurzeln.

Schneiden: Nach dem ersten Austrieb werden alle neuen Triebe auf ein bis zwei Blattpaare zurückgeschnitten. Blattschnitt ist bei den kleinblättrigen Arten nicht notwendig.
Vermehrung Durch halbverholzte oder verholzte Stecklinge erzielt man im Frühsommer gute Erfolge. Wurzelstecklinge im Winter entwickeln sich besonders schnell.



Eigentum       Die kleine Bonsaiwerkstatt
Höhe              ca. 30 cm
Schale           Jürgen Hilken
Gestaltet        seit 1988
Foto               Volker Einbock


April

FÄCHERAHORN   Acer palmatum

Dieser asiatische, feingliedrige und sommergrüne Laubbaum wird in Japan seit Jahrhunderten als Bonsai gestaltet und zählt auch bei uns zu den Klassikern. Er gehört zu den für die Bonsai-Gestaltung besonders gut geeigneten Bäumen. Eine wunderbare Bonsai-Sammlung könnte allein aus den verschiedenen Zuchtformen des Acer palmatum aufgebaut werden. Ihr Frühjahrslaub kann mit der Leuchtkraft der meisten Blüten konkurrieren. Wie auch immer die Frühlings- und Sommerfarben der Blätter sind, alle Zuchtformen antworten mit einer überraschenden Variationsbreite an Herbstlaubfärbungen. Das geht von hellsten Gelb über leuchtendes Gelb und Orange bis hin zu Rot und Purpurrot.
Standort: Volles Licht bringt die Herbstfärbung des Laubes besonders eindrucksvoll hervor. Schattieren an heißen Sommertagen, weil sonst die Blätter verbrennen.
Wässern: Täglich während der Wachstumszeit, im Winter weniger, aber die Erde nie austrocknen lassen.
Düngen: Wegen der hohen Salzempfindlichkeit ausschließlich mit organischem Dünger versorgen.
Gestaltung: Schneiden der neuen Triebe im Frühling auf ein bis zwei Blattpaare zurück. Große Blätter während der Wachstumszeit entfernen. Völliger Blattschnitt im Sommer erzeugt kleine Blätter und verstärkt die Herbstfärbung.
Drahten: Draht hinterlässt auf der empfindlichen Rinde schnell Druckstellen, deshalb nur junge Triebe drahten.
Vermehrung: Die Technik der Abmoosens lässt sich bei diesem Gehölz besonders gut anwenden. Auch halbverholzte Stecklinge im Sommer eignen sich gut.






Eigentum: Die kleine Bonsaiwerkstatt
Höhe         88 cm
Alter          ca. 48 Jahre
Gestaltet   2003
Schale      Jürgen Hilken
Foto          Volker Einbock









 
 
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