Archiv Pflegetipps - Die kleine Bonsaiwerkstatt

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Sommerzeit ist Spinnmilbenzeit

Die kleinen, oft kaum sichtbaren, gelbgrünen bis rötlichen Spinnmilben befallen den Bonsai.
So klein sie auch sind, so brutal können sie den Bonsai schädigen. Sie treten in großer Zahl
auf, sind bei warmer Witterung sehr aktiv und vermehren sich dann auch sehr schnell. Sie
schaden durch anstechen und aussaugen des Saftes ihrer Wirtspflanzen. Zur Bekämpfung
eignen sich „KIRON“ oder Schädlings-frei plus von COMPO. Wichtig ist, dass auch die Blatt-
unterseiten gründlich benetzt werden. Eine Behandlung genügt vorerst. Wenn sich aber
erneut eine Population aufbaut, ist eine Wiederholung nötig.




Die richtige Pflege im Herbst


Der letzte Rückschnitt

Während wir noch im August mit dem Rückschnitt bei Laubbäumen zurückhaltend waren, wegen der Gefahr eines erneuten Austriebes, der dann nicht mehr genügend Zeit hat bis zum Winter auszureifen, können wir im Herbst wieder alle Bäume in Form bringen.
Der Zuwachs des Sommers kann also überprüft und korrigiert werden. Wird dies schon Ende September gemacht, beginnt die Pflanze
noch vor dem Winter die Wunden zu verschließen und diese vor dem Eindringen von Mikroorganismen zu schützen.
Bei Rohlingen, die noch im Freiland stehen oder in einem großen Topf gehalten werden, weil sie erst noch stärker werden sollen,schneidet man den Zuwachs aus dem Sommer erst, nachdem die Blätter abgeworfen wurden zurück. Hierdurch kommt man etwas
schneller zum Ziel, weil das Dickenwachstum im Herbst umso stärker ausfällt, je mehr Blattmasse sich an der Pflanze befindet.

Umpflanzen von Nadelbäumen

Ab Ende August, wenn der diesjährige Zuwachs ausgereift ist, können Kiefern und andere immergrüne Bäume umgepflanzt werden.
Hierzu wählt man einen nicht zu heißen Tag aus und schützt die Pflanze auch in den nächsten zwei Wochen vor starker Sonneneinstrahlung.


Die Überwinterung

Der empfindlichste Teil des Bonsai ist die Wurzel, die bei den meisten japanischen und einheimischen Bäumen schon bei Temperaturen unter -5° C leidet. Um Schäden an der Pflanze durch Frost zu vermeiden, gräbt man diese im Winter am besten im Garten ohne Schale ein.
Dabei wird der Wurzelballen an einer schattigen Stelle so tief in die Erde versenkt, dass der unterste Ast des Baumes noch herausschaut.
Da der gesamte Ballen jetzt Kontakt zur Umgebungserde hat, und der Boden im Winter meist feucht genug ist, kann, außer bei lang anhaltender Trockenheit, im Winter auf das Gießen verzichtet werden.
Sinken die Temperaturen unter -10° C können die Pflanzen noch mit einer Folie oder Laub abgedeckt werden. Man wählt eine schattige Stelle, weil der Baum Trockenschäden erleidet, wenn bei starkem Frost gleichzeitig die Sonne auf die Äste schein, diese auftauen können, auch Wasser verdunsten, von unten aber kein neues Wasser nachfließen kann, da die Wurzel eingefroren bleibt.




Pflegearbeiten zum Ende des Winters
           Pflanzenschutz

In den letzten Wintermonaten ist eine vorbeugende Behandlung gegen Läuse und
Spinnmilben möglich. Auch einige Gallmilben können jetzt effektiv bekämpft werden:
An einem milden Wintertag spritzt man alle im freien überwinterten Bonsai mit einem
sogenannten Winteröl (z.B. Promonal von Neudorff) ein. Dieses Mittel verstopft die
Atemöffnungen der Überwinterungsstadien (Larven und Eier) der genannten
Schädlinge. Diese sterben dadurch ab. Da an milden Tagen der Stoffwechsel, und
damit die Atmungsaktivität der Schädlinge höher ist, ist die Behandlung zu dieser
Zeit besonders effektiv.




 
 
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