Jahreszeitliches - Die kleine Bonsaiwerkstatt

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Das Ende der Winterruhe

Nachdem die ersten warmen Tage des Jahres bei vielen Bäumen bereits das Ende der Winterruhe verursacht haben, sollte man jetzt darüber nachdenken welche Maßnahmen vor dem Austreiben der Bonsai noch zu treffen sind, damit die bevorstehende Vegetationsperiode eine optimale Entwicklung der verschiedenen Bäume zulässt:
Pflanzenschutz
Solange die Bäume nicht ausgetrieben sind, kann gegen viele tierische Schädlinge  erfolgreich mit einem Winterspritzmittel behandelt werden. Völlig ungiftig und unschädlich für die Umwelt ist Weißöl, das u. a. von der Firma Neudorf unter dem Namen Promonalvertriebenwird. Das Öl verstopft die Atemöffnungen der Winterstadien verschiedener Läuse und Milben. Besonders Schildläuse und Spinnmilben lassen sich auf diese Weise nachhaltig bekämpfen.


Eine frühe Infektion des Frischen Austriebes vieler Laubbäume mit Mehltau kann durch eine Spritzung im sogenannten Mausohrstadium verhindert werden. So wird das Entwicklungsstadium des Blattes bezeichnet, wenn das frische Blattgrün gerade ein kleines Stück aus der Knospe herausschaut. Ungiftige Mittel zeigen leider keine anhaltende Wirkung. Am wenigsten schädlich für den Mykorrhiza-Pilz ist Netz-Schwefel, ein Pulver, das mit Wasser vermischt auf die Pflanze aufgebracht wird. Eine sichere Vorbeugung gegen Mehltaubefall und andere Pilzerkrankungen bietet auch eine Behandlung mit den systemisch wirkenden Spritzmitteln Baymat, der Firma Bayer oder Saprol F, der Firma Celaflor. Bei diesen Mitteln wird der Wirkstoff von der Pflanze aufgenommen und wirkt so auch an Stellen, die nicht direkt bei der Behandlung getroffen wurden.
Da sich die verschiedenen Knospen an einem Baum unterschiedlich schnell entwickeln, oft treiben die äußeren schneller als die inneren, muss mehrmals behandelt werden um eine ausreichende Wirkung zu erzielen.

Das Wechseln der Erde

Mindestens alle zwei bis drei Jahre muss das Pflanzsubstrat bei einem Bonsai gewechselt werden. Bei Laubbäumen sollte dies im Frühjahr, vor dem Erscheinen der ersten Blätter erfolgen.                                            Die verwendete Erde sollte auf die Baumart, das Pflanzgefäß und die geplanten Dünger- und Wassergaben abgestimmt sein.
Vielseitig verwendbar ist AKADAMA, das aus Japan stammende Lehmgranulat. Es wird in unterschiedlichen Härtegraden und Korngrößen angeboten.                                                                                                   
Wir verwenden bei den meisten Pflanzen im unteren Drittel der Schale Akadama pur und darüber unsere Hausmischung aus Torf-Kokussubstrat, Lava-Bimsgranulat.
Es sind auch andere Mischung und Pflanzsubstrate verwendbar. Als Faustregel gilt: je mehr Lehm ein Substrat enthält, umso mehr Dünger benötigt die darin kultivierte Pflanze.
Das Auswechseln des Pflanzsubstrates sollte immer mit einem Wurzelschnitt einhergehen, der sehr vorsichtig durchgeführt wird.

 
 
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