2020 - Die kleine Bonsaiwerkstatt

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2020

Archiv
 

Januar
Der Gemeine Wacholder Juniperus communis

Als Bonsai eignet sich der Gemeine Wacholder wie kaum ein anderes heimisches Gehölz zur Gestaltung von großen und dramatischen Totholzpartien. Wegen seiner stechenden Nadeln ist der Baum jedoch nicht so leicht zu bearbeiten. Auf Dauer kommt kein engagierter Bonsai-Gestalter an ihm vorbei.

Wie auch in der Natur liebt der Gemeine Wacholder als Bonsai einen sonnigen Standort.- Wacholder, die das ganze Jahr im Schatten stehen, kümmern und werden anfällig für Schädlingen. Im Halbschatten entwickeln sie sich dagegen zufriedenstellend. Er liebt es, mehrmals übersprüht zu werden.
An das Gießwasser werden keine besonderen Ansprüche gestellt. Er verträgt kurzzeitig auch Trockenheit.
Der Baum wächst in allen Substraten mit guten Drainageeigenschaften. Eine befriedigende Entwicklung erfolgt nur bei guter Düngung. Vom Frühjahr bis zum Herbst sollte gleichmäßig und kräftig gedüngt werden.
Der Gemeine Wacholder ist als Bonsai sehr frostfest. Wenn er frostfrei gehalten wird, wächst er während wärmeren Phasen auch im Winter weitere.
Das Drahten kann während des ganzen Jahres hindurch geschehen. Sollte im Winter gedrahtet werden, müssen die Bäume unbedingt frostfrei stehen.




Eigentum:   Die kleine Bonsaiwerkstatt
Höhe:         ca. 25 cm
Schale        Petra Engelke
Foto            Volker Einbock
Herkunft      Yamadori
Gestaltet seit  2010


Februar

Waldkiefer       Pinussylvestris

Die Waldkiefer hat ein großes Verbreitungsgebiet in fast ganz Europa vom Tiefland bis zu den Alpen, hier ist sie bis ca. 1.600 m Höhe anzutreffen. Man findet sie in Laub- und Nadelmischwäldern genauso wie auf Dünen, in Mooren, auf Heideflächen und auf Sand- und Schotterflächen.
Als Bonsai ist die Waldkiefer wegen ihrer Anspruchslosigkeit und großen Standort-toleranz von allen Kieferarten wohl am besten für die Bonsaigestaltung geeignet.
Als Standort für die Waldkiefer sollte ein vollsonniger Platz gewählt werden. Äste, die zu wenig Licht bekommen wachsen langsamer, verkümmern und sterben sogar ab.
Nur wenn die Waldkiefer regelmäßig und kräftig gewässert wird, erreicht man eine gute Entwicklung. An das Gießwasser werden keine besonderen Ansprüche gestellt.
Waldkiefern können mit einem Gemisch aus Lehmgranulat, Lava und Bims gepflanzt werden. Viele andere Mi9schungen werden auch erfolgreich verwendet.
Waldkiefern werden hauptsächlich im Herbst gedüngt, um die Entwicklung von dicken kräftigen Kerzen zu verhindern. Der Herbstdünger wird dann von der Pflanze einge-lagert und für die Entwicklung der Kerzen im Frühjahr wieder aktiviert. Mineralische Dünger führen ebenso zum Erfolg wie organische.
Die Waldkiefer verträgt ohne besonderen Schutz Temperaturen bis -20°C.
Schnittarbeiten können während des ganzen Jahres durchgeführt werden. Je nach Entwicklungsstand der Pflanze können die notwendigen Arbeiten sehr unterschiedlich sein.
Bei gut eingewurzelten Pflanzen wird am besten im Winter bis in die Spitzen gedrahtet und jeder Seitenast und jeder Zweig so gestellt, dass keiner den anderen verdeckt. Rechtzeitig, bevor er einwächst wird der Draht im Laufe des Jahres wieder entfernt.




Eigentum         Sammlung Kleine Bonsaiwerkstatt
Schale              John Pitt
Höhe                 ca. 80 cm
Herkunft            Jamadori
Foto                  Bastian Busch



März

FÄCHERAHORN Acer palmatum

Dieser asiatische, feingliedrige und sommergrüne Laubbaum wird in Japan seit Jahrhunderten als Bonsai gestaltet und zählt auch bei uns zu den Klassikern. Er gehört zu den für die Bonsaigestaltung besonders gut geeigneten Bäumen. Eine wunderbare Bonsai-Sammlung könnte allein aus den verschiedenen Zuchtformen des Acer palmatum  aufgebaut werden. Ihr Frühjahrslaub kann mit der Leuchtkraft der meisten Blüten konkurrieren. Wie auch immer die Frühlings- und Sommerfarben der Blätter sind, alle Zuchtformen antworten mit einer überraschenden Variationsbreite an Herbstfärbungen. Das geht von hellsten Gelb über leuchtendes Gelb und Orange bis hin zu Rot und Purpurrot.
Standort:Er sollte hell und luftig aufgestellt werden, volle Sonne wird vertragen, wenn die Temperatur nicht über 30° C steigt. Schattieren an heißen Sommertagen, weil sonst die Blätter verbrennen.
Wässern: Täglich während der Wachstumszeit, im Winter weniger, aber die Erde nie austrocknen lassen.
Düngen: Wegen der hohen Salzempfindlichkeit ausschließlich mit organischem Dünger versorgen.
Gestaltung: Zurückschneiden der neuen Triebe im Frühling auf ein bis zwei Blattpaare  Große Blätter während der Wachstumsphase entfernen. Völliger Blattschnitt Im Sommer erzeugt kleine Blätter und verstärkt die Herbstfärbung.
Drahten: Draht hinterlässt auf der empfindlichen Rinde schnell Druckstellen, deshalb nur junge Triebe drahten.
Vermehrung:Die Technik des Abmoosens lässt sich bei diesem Gehölz besonders gut anwenden. Auch verholzte Stecklinge im Sommer eignen sich gut.





Eigentum   Sammlung Thomas Völpel
Höhe  50 cm
Alter   ca. 60 Jahre
Schalte    Japan
Herkunft Import Japan
Foto         Volker Einbock

April

SIBIRISCHE ULME   

Ulmuspumila

Die Sibirische Ulme ist ein Baum, der in Zentralasien sowie im Fernen Osten beheimatet ist. Sie ist gewöhnlich ein kleiner bis mittelgroßer Baum, der bis zu 10-20m hoch wird.
Als Bonsai liebt die Ulme einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Auch verträgt sie große Hitze und starken Wind. Beides sorgt hier allerdings dafür, dass die Bäume schnell austrocknen, deshalb muss entsprechend oft gegossen werden.
Das Pflanzsubstrat sollte ein gutes Wasserspeichervermögen besitzen. Eine Mischung aus Akadama, Lava-Bimsgranulat und BonKoko-Torfsubstrat im Verhältnis 1:1:1 hat sich gut bewährt.
Gedüngt wird kräftig mit organischen Dünger.
Die Ulmen sind zu Beginn des Winters sehr frostfest. Die Frostresidenz endet jedoch, wenn es im Laufe des Winters wärmer wird. Mit einem Überwinterungsquartier bis -5°C ist die Ulme auf der sicheren Seite.
Die Ulmen lassen sich über Stecklinge leicht vermehren.
Spinnmilben werden vorbeugend mit einem Winteröl behandelt.





Eigentum            Sammlung Thomas Völpel
Höhe                  ca. 65 cm
Schale                Sperling Keramik
Foto                   Thomas Völpel



Mai

Gewöhnliche Berberitze Berberis vulgaris


Der bis 3 m hohe, sommergrüne Strauch mit anfangs aufrechten, im Alter überhängenden Ästen ist in der Natur nur noch selten anzutreffen. Als Heckenpflanze begegnet er uns öfter.
Als Bonsai ist die Berberitze wegen ihrer kleinen Blätter gut geeignet. Meist sieht man auf Ausstellungen eine rotbraune Zuchtform.


Standort            Liebt einen Sonnenplatz. Hitze und starker Wind wird gut vertragen.

Gießen              Wenn sie gleichmäßig feucht gehalten wird, wächst sie kräftig.

Erde                  Das Substrat sollte gute Drainageeigenschaften besitzen.

Dünger              Die Berberitze kann organisch oder mineralisch versorgt werden.

Überwinterung  Die Berberitze verträgt Temperaturen bis unter -10° C ungeschützt.   
                         Sollte es kälter werden, evtl. mit Rindenmulch abdecken.








Eigentum              Sammlung Die kleine Bonsaiwerkstatt                                           
Höhe                     ca. 30 cm
Schale                  Jürgen Hilken
Foto                      Volker Einbock
Alter                      32 Jahre
Herkunft                Steckling




Juni

Europ. Lärche Larix decidua


Als Bonsai gelten sämtliche Lärchenarten als die pflegeleichtesten Gehölze überhaupt und lassen sich in allen klassischen Stilarten formen, wobei die Natur das Vorbild gibt.
Lärchen benötigen einen zwar sonnigen, aber auch luftigen Standort. Sie vertragen keine große Hitze. Hohe Luftfeuchtigkeit fördert ihre Entwicklung, öfters mit Wasseer übersprühen.
Lärchen wollen gleichmäßig feucht stehen.

Der Lärchenbonsai ist frostfest. Bei frisch bearbeiteten Pflanzen, ist es besser, wenn sie frostfrei gehalten werden.







Eigentum           Die kleine Bonsaiwerkstatt         
Höhe                  ca. 90 cm         
Schale               China                         
gestaltet seit      2003                          
Foto                   Volker Einbock



Juli

Die Gewöhnliche Robinie Robinia pseudoaccia

Früher wurde die Robinie, auch Scheinakazie genannt, als Zierpflanze in Parks und Gärten gepflanzt.
Sie ist winterfest und neigt stark zum invasiven Verwildern. Wird als Bonsai sehr selten gestaltet. Ist aber als Bonsai nicht besonders anspruchsvoll, allerdings durch sein üppiges Wachstum schwer in Form zu halten.

Standort :                                      Kann voll sonnig, aber auch halbschattig aufgestellt werden.

Giessen :                                      Verbraucht an sonnigen und windigen Tagen viel Wasser, muss oft
                                                    gegossen werden.
Erde       :                                     Gute Drainageeigenschaften, eine Mischung aus Akadama,
                                                    Lava/Bims Granulat und
                                                    BonCoco im Verhältnis 1:1:1 eignet sich gut.
Dünger   :                                     Mit dem Erscheinen der ersten Blätter bis zum August wird mit
                                                    organischem Dünger gedüngt.

Überwinterung:                             Der Baum kann bis zu -5° C im Freien überwintern.





Eigentum         Alexander Schwarz
Höhe               65 cm
Schale             Roman Husmann
Alter                ca. 30 Jahre
Herkunft          Yamadori
Foto                Volker Einbock







 
 
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